Auf Hochdeutsch: Diejenigen, die angeblich ganz wenig essen, fressen oft am meisten.
Dia wo ällaweil sagad, se essad nix, fressad ofd am meischda.
Redensart
Weitere Wörter aus „Redensart“
- Dia Welt isch vrdrehd: amma volla Beidl drägsch leichd, amma leera schwer. = Die Welt ist merkwürdig: an einem vollen Geldbeutel trägt man leicht, an einem leeren aber schwer.
- Dia Woch fängd scho guad a, hodd d’Hex gsagd, als mr se am Mondich vrbrennd hodd. = Montag neun Uhr und die Woche nimmt kein Ende. wörtl.: Diese Woche fängt ja schon gut an, sagte die Hexe, als man sie an einem Montag verbrannt hat.
- Dia Welt isch schee, abbr viel z’deier! = Die Welt ist schön, aber viel zu teuer!
- Dia Welt isch groß, sie gohd bis noch Kempta na. = Schwäbische Landkarten sind halt anders wörtl.: Die Welt ist groß, sie geht bis nach Kempten herunter
- Dia zwoi senn an ganze Beddlad voll Leit. = Sagt man über ein sehr 'gewichtiges' Ehepaar. wörtl.: Die zwei sind ein ganzes Bett voller Menschen.
- Dia siehd von henda aus wie Elfe ond von vorna wie dreivierdl Zwelfe. = Von hinten Lyzeum, von vorne Museum wörtl.: Die sieht von hinten aus wie eine Elfe und von vorne wie viertel vor Zwölf.
- Dia siehd aus wie a vorloffener Bachschdoikäs. = Eine Frau mit unförmiger Figur wörtl.: Die sieht aus, wie ein verlaufener Stinkkäse.
- Uff’m Markt lernd mr d’Leit bessr kenna, als en dr Kirch. = Im täglichen Leben lernt man die Menschen besser kennen, als in der Kirche.