Auf Hochdeutsch: Dieses große längliche Brötchen aus Dinkelteig in sein Herz geschlossen haben (ich habs!)
An Briegl möga
Essen&Trinken
Weitere Wörter aus „Essen&Trinken“
- An Bolla Eis = Eine Kugel Eis, Eiskugel
- An Eiglemmdr = Ein Brötchen mit Fleischkäse
- An alda Hefezopf duad mr am beschda em Kaffee eidonga. = Einen trockenen Hefezopf stippt man am besten in den Kaffee.
- An Guada! = Guten Appetit! Mahlzeit!
- An Hafa Gsälz = Ein Topf mit Marmelade
- Zibeb = Rosine, Sultanine, getrocknete Weintraube
- Zibärdle = Wildpflaume, Pflaumensorte
- An Hefazopf mit Zibeba = Ein Hefezopf mit Rosinen
Beispiele, in denen „An Briegl möga“ vorkommt
Präsens: I mog, du mogsch, er mog mir mögad, ihr mögad, sia meegad Perfekt: I han möga, du hosch möga, er hodd möga mir henn möga, ihr henn möga, sia henn möga >Siehe auch: ⏵An Briegl möga ⏵ihr mögad ⏵Möga deemers! ⏵Mögaddse ⏵mögalich ⏵Vrmöga
Die Schwäbische Seele ist ein baguetteartiges Gebäck aus Dinkel, das aus dem Oberschwäbischen stammt. Die Seele ist außen knusprig, innen weich und luftig. Es ist auch eine Sonderform der Seele bekannt, deren Name "Briegl" lautet. Briegel gelten insbesondere als Spezialität von Schwäbisch Gmünder. Der Unterschied liegt darin, dass ein Briegl nicht so lang ist wie eine Seele, ein wenig mehr in die Breite geht und mit Kümmel und grobem Salz bestreut ist. Der Ursprung des Namens wird mit dem Fest Allerseelen in Verbindung gebracht. Dieses knüpft vermutlich an ein vorchristliches Totenfest an, was die zahlreichen, bis heute erhaltenen kultischen Bräuche bezeugen. An der Wende vom Herbst zum Winter die "armen Seelen mit Speiseopfern zu bewirten, versprach Erntesegen im darauffolgenden Jahr. Später bedachte man Bedürftige mit "Seelenbroten" und anderem Gebäck. >Siehe auch: ⏵An Briegl möga ⏵briegldichd ⏵Schießbriegl > Kommt auch in diesen Redensarten vor: Des isch bessr, als en Briegl uff der Nos, ond wenn’r no so guad sitzt!Noch kissa ond lägga, kommad Briegl ond Schdägga!